Frisch gelernt

Dass der Kindergarten für den Sohn ein wahres Bildungsparadies ist, wissen wir. So lernt er dort zwar nicht Fahrrad fahren, aber dafür ein paar Schritte auf dem Weg zum modernen Bildungsbürger, die zumindest ich ihm von Haus aus nur schwerlich mitgeben könnte. Ob es nun das selbstbewusste Mitgröhlen von musikalisch eingängigem Liedgut ist oder ob es um das Schaffen moderner Abstraktionskunst geht: Es würde mir jeweils schwer fallen, der Umwelt glaubhalft klar zu machen, dass sein unbestreitbares Naturtalent auf beiden Gebieten ausgerechnet durch meine Vorbildleistung so ausdrücklich zur Entfaltung kommt. Dann haben sie auch noch Bücher im Kindergarten. Bücher, welche wir zu Hause nicht haben. Und der Sohn liest und liest und freut sich.

Ihn abends nach Feierabend zu fragen, was er tagsüber so gearbeitet hat, ist dadurch eine wahre Freude. Bücher gelesen! – antwortet er gern. Lieder gesungen! – kommt vor. Einen Bus gebaut! – ist der letzte Schrei. Und: Wir waren unterwegs, auf einem Ausflug! – gibt’s an abenteuerlustigen Tagen. Er lernt für’s Leben. Es ist ein Traum.

Ganz neu ist jetzt jedoch: Wir haben die Mädchen geärgert!

Also, ich sag’s nochmal ganz deutlich: Von mir hat er das nicht.


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