Entspannter Pragmatismus

Es gibt so Tage, vor denen könnte es einem gruseln. Zum Beispiel, weil einem eine Stunde genommen und erst mit einem halben Jahr Verspätung zurück gezahlt wird. Ohne Zinsen noch dazu. Dank schlauer Eselsbrücken weiß man das auch vorher und braucht sich erst gar keiner Illusion darüber hinzugeben, dass es vielleicht genau umgekehrt sein könnte und man eben jetzt die Stunde gratis bekommt. Und sie möglicherweise in einem halben Jahr auch nicht zurück zu geben bräuchte. Ist schließlich viel Zeit bis dahin. Da könnte sich die Politik, diese schlaue Dame, schon etwas einfallen lassen.

Aber man weiß es ja besser. Und gruselt sich vor dem Tag, dem kurzen.

Wenn man keinen besonders cleveren Sohn zu Hause hätte, heißt das. Denn hat man einen solchen und erzählt ihm, dass der Tag viel kürzer ist als sonst die Tage, dann beschließt er spontan und pragmatisch, dass es sich in diesem Fall gar nicht lohnt, groß aufzustehen und viele Aktivitäten zu planen. Statt dessen könnte man doch einfach liegen bleiben. Und den ganzen Tag ganz entspannt ganz ruhig im Bett verbringen, gelegentlich etwas Milch mit Honig trinken und aus dem Fenster auf den Regen gucken.

Da ich als moderner Mann von heute pragmatischen Ideen gegenüber aufgeschlossen bin, haben wir das fast genau so umgesetzt. Ging ganz gut.

Aber die Stunde hätten wir trotzdem gern wieder.

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