Werkstatttermin

Es ist kalt. Es wird vielleicht glatt. Auf jeden Fall kommt jetzt der Winter. Da gehören die korrekten Reifen an das Auto. Also haben der Sohn und ich uns an die Arbeit gemacht. Wir haben am Wagen die Reifen gewechselt.

Das ist ja gar nicht schwer, sagt der Sohn. Er hat auch ganz genau hingeschaut. Alles, was man braucht, ist eigentlich ein Maulschlüssel. Damit lassen sich die Räder locker und wieder fest schrauben. Die Sache mit dem Wagenheber hat er etwas zweifelnd beobachtet. Das Konzept schien ihm nicht recht sinnig zu sein.

Er übt jetzt fleissig selbst und zeigt mir, wie man es richtig macht. In einem bin ich beruhigt: die Wahl des Werkzeugs war wohl gar nicht so schlecht. So ein Maulschlüssel ist eine nützliche Sache.

Sohn mit Maulschlüssel beim Reifenwechsel

Den Wagenheber braucht allerdings niemand. Viel einfacher ist es doch, das Auto schlicht auf die Seite zu legen. Da hätte ich auch selbst drauf kommen können. Verläuft die Arbeit wie geplant, setzt sich der Sohn nach jedem Reifen entspannt vor das Auto und betrachtet die Lage. Sieht alles gut aus, ruft er laut Bravo! und spendet frenetisch Applaus.

Sohn mit Maulschlüssel und Hammer Aber wehe es geht etwas schief. Dann heißt es nicht Bravo! sondern Manometa! Und der Sohn zückt sein heimlich bereit gelegtes Reservewerkzeug: einen Hammer. Mit diesem werden Reifen und Auto so lange malträtiert, bis sie sich freiwillig wieder aufrichten, um dem Meister zu zeigen, dass alles in bester Ordnung ist und der Wagen mitsamt Reifen hervorragend in der Spur liegen.

So oder so: der Sohn hat’s im Griff.

Bei dem nächsten Saisonwechsel lasse ich die Arbeit gleich den Sohn machen. Ich setze mich einfach daneben und gucke ihm zu. Sämtliche Hammer bringe ich vorher dezent in Sicherheit, aber frenetischen Applaus und ein lautes Bravo! bekomme ich ganz bestimmt überzeugend hin.

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