Aus dem Regal

Novecento von Alessandro Baricco

Kleine Bücher sind etwas für den kleinen Mann. Das könnte man zumindest meinen, wenn man dieses Exemplar aus der Reihe Books to go vor sich hat. Knapp 90 Seiten in kleinem Format mit verhältnismäßig großer Schrift. Das ist greifbar.

Und lesbar:

Jelly Roll machte ein Gesicht, als hätten sie ihm die Weihnachtsgeschenke geklaut. Er blitzte Novecento aus zwei Wolfsaugen an und setzte sich wieder ans Klavier. Er legte einen Blues hin, der selbst einen deutschen Maschinisten zu Tränen gerührt hätte, es klang, als wäre die gesamte Baumwolle sämtlicher Schwarzer der Welt darin enthalten und als würde er sie mit diesen Tönen ernten.

Eine Frage liegt jetzt nahe: Was macht man mit einem to go-Buch, wenn es ausgelesen ist und man wieder bequem auf der Couch sitzt? Das gleiche wie mit einem to go-Heißgetränkpappbecher, also: wegwerfen?

Der Sohn meint, das sei eine ganz hervorragende Möglichkeit und er übt das mit dem Werfen schon einmal vorsorglich sehr gründlich.

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