Märchenprobe

Das Leben mit einem kleinen Mann im Haus stellt einen manchmal vor ganz besondere Herausforderungen.

So schleicht er sich nachts zum Beispiel gern ins Bett der Eltern, wenn es ihm in seinem eigenen offenbar zu langweilig wird. Dagegen ist auch nichts einzuwenden. Schließlich wärmt er schön und so ein grundsolide gleichmäßiges Schnarchen Atmen lullt den Herrn Papa gut in den Schlaf und durch die Nacht.

Schwierig ist nur, das er meist nicht allein kommt. Sondern er hat für gewöhnlich ein ganzes Arsenal von nächtlicher Entspannungsmonition dabei. Wenn der Sohn erst mal schläft, hält er sich allerdings für locker genug, um die diversen Gadgets nicht mehr zu brauchen. Also verteilt er sie gleichmäßig um sich herum und schlummert davon.

Am Morgen wache ich auf und stelle fest, die ganze Nacht auf einem Nuckel geschlafen zu haben, mit einer Spieluhr im Kreuz und einer Wärmflasche im Gesicht.

Wie die Prinzessin auf der Erbse fühle ich mich trotzdem noch nicht. Aber wenn es demnächst dazu kommt, das Märchen zu erzählen, fühle ich mich gut gerüstet.

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