Ein wahres Team

Der kleine Mann und sein Papa sind ein eingespieltes Team. Der Kleine lacht den Großen an. Der Große trägt den Kleinen durch die Gegend. Der Kleine krabbelt auf den Großen zu. Der Große dreht den Kleinen um, weil auch die andere Richtung spannend sein könnte. Der Kleine lässt sich vom Großen durch den Schlosspark schieben. Der Große darf die glänzenden Augen vollkommen fremder Frauen bestaunen, welche unterwegs dem Charme des Kleinen erliegen. Der Kleine lässt sich seit einiger Zeit sogar manchmal vom Großen ernähren. Der Große lässt sich dafür gern vom Kleinen vollspucken, wofür der Kleine den Großen hingegen auch wieder leidenschaftlich anstrahlt.

Ein wahres Team eben.

Aber wenn der kleine Mann des nachts wach wird, zur Beruhigung auf dem Arm des Großen sitzt; und wenn der Kleine auf die verlockende Frage der Gemahlin des Großen nach Na, Hunger? mit einem lüsternen Schmatzen antwortet, dann fühlt sich der Große als moderner Mann von heute doch ein wenig verraten. Beikost hin oder her. Die gibt’s nächtens nämlich nicht.

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