Herren unter sich

Wenn der moderne Mann von heute unterwegs ist, hat er die Augen meist weit offen und hält Ausschau. Das gilt natürlich insbesondere dann, wenn er im großen Wagen den kleinen Mann durch die Gegend schiebt.

Es ist wohl ein Instinkt, eingebaut von Mutter Natur. Und zwar ein Instinkt, welcher dafür sorgt, dass auch der moderne Mann von heute seinen Nachwuchs vor den alten wie den modernen Gefahren beschützt. Also ist das Auge wachsam und der Papa hält seinen Radar stets bereit. Schließlich geht es darum, den Stammbaum zu pflegen und die eigene Sippe zu vermehren.

Was könnte da gefährlicher sein als andere Herren der Zunft? Jene, die auf ihre Art zwar die gleichen Interessen haben und vertreten, die aber letzendlich doch den höchst eigenen diametral entgegen stehen? Ein Teil der Gefahr besteht darin, dass sie sich gut tarnt und nicht auf den ersten Blick offenbar wird.

Als einzelne Vertreter ihrer Art scheinen auch die anderen Herren Papas nämlich hochgradig umgänglich. Vertraut gar. Grüßen freundlichst in der Fußgängerzone während die Blicke über und in den Wagen des Gegenüber wandern. Plaudern nett im Nachtreffen des Geburtsvorbereitungskurses. Bieten im Kreis der Kollegen schlaue Tipps von einem Herrn Papa für den anderen an.

Aber in der anonymen Masse, da entfalten sie ihr wahres Potenzial. Da bin ich mir sehr sicher. Und habe mich zum Väterkongress sicherheitshalber erst mal nicht angemeldet.

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