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	<title>Papas Wort</title>
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	<description>Ein Papa hat das Wort.</description>
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		<title>Papas Wort</title>
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		<title>Werkstatttermin</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Nov 2009 10:19:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>PR - Papa R</dc:creator>
				<category><![CDATA[beobachtungsgabe]]></category>
		<category><![CDATA[auto]]></category>
		<category><![CDATA[hammer]]></category>
		<category><![CDATA[maulschlüssel]]></category>
		<category><![CDATA[reifen wechseln]]></category>
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		<category><![CDATA[the art institute]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist kalt. Es wird vielleicht glatt. Auf jeden Fall kommt jetzt der Winter. Da gehören die korrekten Reifen an das Auto. Also haben der Sohn und ich uns an die Arbeit gemacht. Wir haben am Wagen die Reifen gewechselt. 
Das ist ja gar nicht schwer, sagt der Sohn. Er hat auch ganz genau hingeschaut. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=papaswort.wordpress.com&blog=2251977&post=424&subd=papaswort&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Es ist kalt. Es wird vielleicht glatt. Auf jeden Fall kommt jetzt der Winter. Da gehören die korrekten Reifen an das Auto. Also haben der Sohn und ich uns an die Arbeit gemacht. Wir haben am Wagen die Reifen gewechselt. </p>
<p><em>Das ist ja gar nicht schwer</em>, sagt der Sohn. Er hat auch ganz genau hingeschaut. Alles, was man braucht, ist eigentlich ein Maulschlüssel. Damit lassen sich die Räder locker und wieder fest schrauben. Die Sache mit dem Wagenheber hat er etwas zweifelnd beobachtet. Das Konzept schien ihm nicht recht sinnig zu sein. </p>
<p>Er übt jetzt fleissig selbst und zeigt mir, wie man es richtig macht. In einem bin ich beruhigt: die Wahl des Werkzeugs war wohl gar nicht so schlecht. So ein Maulschlüssel ist eine nützliche Sache.</p>
<p><img src="http://papaswort.files.wordpress.com/2009/11/maulschluessel.png?w=450&#038;h=317" width="450" height="317" alt="Sohn mit Maulschlüssel beim Reifenwechsel" /></p>
<p>Den Wagenheber braucht allerdings niemand. Viel einfacher ist es doch, das Auto schlicht auf die Seite zu legen. Da hätte ich auch selbst drauf kommen können. Verläuft die Arbeit wie geplant, setzt sich der Sohn nach jedem Reifen entspannt vor das Auto und betrachtet die Lage. Sieht alles gut aus, ruft er laut <em>Bravo!</em> und spendet frenetisch Applaus.</p>
<p><a href="http://the-art-institute.dawanda.com"><img src="http://papaswort.files.wordpress.com/2009/11/hammer.png?w=150&#038;h=168" width="150" height="168" alt="Sohn mit Maulschlüssel und Hammer" align="right" /></a> Aber wehe es geht etwas schief. Dann heißt es nicht <em>Bravo!</em> sondern <em>Manometa!</em> Und der Sohn zückt sein heimlich bereit gelegtes Reservewerkzeug: <a href="http://the-art-institute.dawanda.com">einen Hammer</a>. Mit diesem werden Reifen und Auto so lange malträtiert, bis sie sich freiwillig wieder aufrichten, um dem Meister zu zeigen, dass alles in bester Ordnung ist und der Wagen mitsamt Reifen hervorragend in der Spur liegen.</p>
<p>So oder so: der Sohn hat&#8217;s im Griff.</p>
<p>Bei dem nächsten Saisonwechsel lasse ich die Arbeit gleich den Sohn machen. Ich setze mich einfach daneben und gucke ihm zu. Sämtliche Hammer bringe ich vorher dezent in Sicherheit, aber frenetischen Applaus und ein lautes <em>Bravo!</em> bekomme ich ganz bestimmt überzeugend hin.</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/papaswort.wordpress.com/424/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/papaswort.wordpress.com/424/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/papaswort.wordpress.com/424/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/papaswort.wordpress.com/424/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/papaswort.wordpress.com/424/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/papaswort.wordpress.com/424/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/papaswort.wordpress.com/424/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/papaswort.wordpress.com/424/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/papaswort.wordpress.com/424/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/papaswort.wordpress.com/424/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=papaswort.wordpress.com&blog=2251977&post=424&subd=papaswort&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">PR - Papa R</media:title>
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			<media:title type="html">Sohn mit Maulschlüssel beim Reifenwechsel</media:title>
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			<media:title type="html">Sohn mit Maulschlüssel und Hammer</media:title>
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		<title>Aus dem Regal</title>
		<link>http://papaswort.wordpress.com/2009/11/06/aus-dem-regal-11/</link>
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		<pubDate>Fri, 06 Nov 2009 07:40:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>PR - Papa R</dc:creator>
				<category><![CDATA[aus dem regal]]></category>
		<category><![CDATA[ddr]]></category>
		<category><![CDATA[gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[rayk wieland]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich schlage vor, dass wir uns küssen von Rayk Wieland
 Streng genommen ist die DDR als Romanthema stinkelangweilig. Aber nach der Sache mit dem Roster kürzlich, musste das jetzt trotzdem sein: Ein DDR-Buch. Also eines über die DDR, nicht eines aus dieser. Immerhin ist es kein Wenderoman. Spätestens seit Moskauer Eis sollte es davon eh [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=papaswort.wordpress.com&blog=2251977&post=406&subd=papaswort&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><em>Ich schlage vor, dass wir uns küssen</em> von <em>Rayk Wieland</em></p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3888975530?ie=UTF8&amp;tag=pw0f-21"><img src="http://papaswort.files.wordpress.com/2009/11/cover_rayk_wieland.png?w=184&#038;h=270" height="270" width="184" align="right" alt="Cover zu Ich schlage vor, dass wir uns küssen" /></a> Streng genommen ist die DDR als Romanthema stinkelangweilig. Aber nach der Sache mit dem <em>Roster</em> <a href="http://papaswort.wordpress.com/2009/10/21/aus-dem-regal-10/">kürzlich</a>, musste das jetzt trotzdem sein: Ein DDR-Buch. Also eines <em>über</em> die DDR, nicht eines aus dieser. Immerhin ist es kein Wenderoman. Spätestens seit <a href="http://www.moskauereis.de/">Moskauer Eis</a> sollte es davon eh keine neuen mehr geben. Und das erschien schon vor mehreren Jahren.</p>
<p>Hier geht es um einen unterdrückten Untergrunddichter, der eigentlich gar keiner war. Den die Stasi aber für einen solchen hielt, da sie die Gedichte, die er aus der DDR an seine Freundin in München geschickt hat, nicht nur las, sondern auch kommentierte und als Akte sorgfältig aufbewahrte. Zwanzig Jahre nach dem Ende des ganzen Spuks wird der Protagonist mit dieser Sammlung konfrontiert, wundert sich, erinnert sich, zumindest in Teilen, und wir erfahren sogar, was aus der großartigen, Mauer-überwindenden Liebesbeziehung später, also ohne Mauer, geworden ist.</p>
<p>Und wir bekommen die Gedichte. Dieses zum Beispiel:</p>
<blockquote><p>
<strong>Äpfel, mit Birnen verglichen</strong></p>
<p>Sie ist eine Birne.<br />
Ein Apfel ist er.<br />
Und ein Vergleich fällt<br />
Durchaus nicht schwer.</p>
<p>Er hängt am Apfel-,<br />
Am Birnenbaum hängt sie.<br />
Vergleichbarer geht&#8217;s kaum<br />
In der Obst-Szenerie.</p>
<p>Sie schmeckt es-geht-so,<br />
Er so-es-geht.<br />
Das klingt nicht, als ob kein<br />
Vergleich gehn tun tät.</p>
<p>Gestern mit morgen,<br />
Geld mit Papier,<br />
Frauen mit Männern,<br />
Woanders mit hier.</p>
<p>Verglichen wird vieles,<br />
Was gerade paßt.<br />
Bierdurst mit Sterben,<br />
Knackwurst mit Knast.</p>
<p>Liebe mit Sternstaub<br />
Und Text mit Kompott<br />
Und Schweine mit Alltag<br />
Und Würfeln mit Gott.</p>
<p>Und Krieg mit Familie<br />
Und Ärsche mit Hirnen.<br />
Man kann alles vergleichen,<br />
Auch Äpfel mit Birnen.
</p></blockquote>
<p>Dazu hatte ich beim Lesen gleich einen Ohrwurm im Kopf: die <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B001W8QCQU?ie=UTF8&amp;tag=pw0f-21">Schweinereime</a> von DJ Koze. Warum, kann ich natürlich nicht sagen.</p>
<p>Buch: Empfehlung? Keine. Aber wer auf der Suche nach nett unterhaltendem groben Unfug ist, wird hier fündig.</p>
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			<media:title type="html">PR - Papa R</media:title>
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			<media:title type="html">Cover zu Ich schlage vor, dass wir uns küssen</media:title>
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		<title>Berufswunsch (7)</title>
		<link>http://papaswort.wordpress.com/2009/11/04/berufswunsch-7/</link>
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		<pubDate>Wed, 04 Nov 2009 07:40:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>PR - Papa R</dc:creator>
				<category><![CDATA[berufswunsch]]></category>
		<category><![CDATA[archäologe]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Berufswahl geht durch den Magen. Das ist soweit nichts Neues. Neu scheint mir jedoch die Tragweite der Wahl dessen, was es eigentlich gerade zu Essen gibt. Selbst einfachste Gerichte können bei genauer Betrachtung erheblich bedeutungsschwanger werden. Ein schlichtes Spiegelei mit Brokkoli und Sättigungsbeilage etwa.
Denn wenn der Sohn einmal entdeckt hat, welchen Schatz er da [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=papaswort.wordpress.com&blog=2251977&post=416&subd=papaswort&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Die Berufswahl geht durch den Magen. Das ist soweit <a href="http://papaswort.wordpress.com/2009/04/08/berufswunsch-5/">nichts Neues</a>. Neu scheint mir jedoch die Tragweite der Wahl dessen, <em>was</em> es eigentlich gerade zu Essen gibt. Selbst einfachste Gerichte können bei genauer Betrachtung erheblich bedeutungsschwanger werden. Ein schlichtes Spiegelei mit Brokkoli und Sättigungsbeilage etwa.</p>
<p>Denn wenn der Sohn einmal entdeckt hat, welchen Schatz er da vor sich liegen hat, wird dieser nicht mehr aus den Augen gelassen. Er wird vollkommen in Beschlag genommen. Jedwedes Einmischen anderer Stammesmitglieder wird als vollkommen abwegig abgetan und die neue Beute wird mit dem Auge fixiert, mit der Gabel attackiert und mit einer grazilen Bewegung schnell in Sicherheit gebracht, also aufgegessen. Das Ziel der Begierde ist ganz klar: das Spiegelei. <em>Eier</em>, sagt der Sohn; <em>EIER!</em>, meint er. Und diese Eier stellt er sicher. Bevor jemand anderes auch nur im Entferntesten die Bedeutung dieser Eier für den Sohn und die Nachwelt erahnen kann, isst er sie komplett auf. Erst danach macht er sich an die zweitklassigeren Schätze auf seinem Teller: Kartoffeln und Brokkoli. Er macht es nur zum Schein, versteht sich. Ist dabei nur halb bei der Sache. Stochert immer wieder mit der Gabel im Essen herum, zerlegt sorgfältig das Gemüse in seine Einzelteile, durchtrennt jede Kartoffel mehrfach, alles auf der Suche nach weiteren versteckten Eiern. Findet er neue homöopathische Dosen eben dieser, so werden sie bestaunt und genauestens durchsucht. Test bestanden? EIER! Und weg.</p>
<p>Ein wirklich Suchender beschränkt sich aber nicht nur auf sein Revier. Zumindest ein verstohlener Blick fällt ab und an auf die Gebiete der Nachbarn, hier also die Teller der Eltern. Und wenn diese kurz mit sich selbst beschäftigt sind, greift die <a href="http://papaswort.wordpress.com/2009/11/02/zusammengesetzte-substantive/">Baggerschaufel</a> kurz über den Tisch und der Sohn besorgt sich die begehrten Eier durch Tellerraub. Darüber sollten wir reden, denke ich. Und sage: <em>Nein, mein Sohn, das ist meins.</em></p>
<p>Er: <em>Meins!</em><br />
Ich: <em>Nein, meins.</em><br />
Er: <em>Meins?</em><br />
Ich: <em>Nein, meins, nicht Deins.</em><br />
Er: <em>Deins.</em><br />
Ich: <em>Genau, meins.</em><br />
Er: <em>Meins!</em></p>
<p>Letztendlich muss ich ihm eins lassen: Der Sohn hat einen ausgeprägten Sinn für gründliches Suchen, inklusive der Bereitschaft, beharrlich nach dem wirklich Wichtigen zu buddeln und darum zu kämpfen. Er wird wohl mal Archäologe. </p>
<p>Und das mit den Possessivpronomen und der Aufteilung, welches Essen nun zu wem am Tisch gehört, bekommen wir sicher trotzdem noch hin.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Zusammengesetzte Substantive</title>
		<link>http://papaswort.wordpress.com/2009/11/02/zusammengesetzte-substantive/</link>
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		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 07:40:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>PR - Papa R</dc:creator>
				<category><![CDATA[sprachentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[eutertiere]]></category>
		<category><![CDATA[flugobjekte]]></category>
		<category><![CDATA[substantive]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass der Sohn ein Sprachtalent ist, haben wir schon vor geraumer Zeit festgestellt. Das war in den Anfängen seiner verbalen Kommunikationsphase, in denen er durch sprachliche Effizienz bestach. Was liegt näher als sich in der weiteren Entwicklung wieder auf die eigenen Wurzeln zu besinnen? Eben. Und so schnappt sich der Sohn den Bagger von damals [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=papaswort.wordpress.com&blog=2251977&post=412&subd=papaswort&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Dass der Sohn ein Sprachtalent ist, haben wir schon vor geraumer Zeit festgestellt. Das war in den Anfängen seiner verbalen Kommunikationsphase, in denen er durch <a href="http://papaswort.wordpress.com/2009/05/31/sprachliche-effizienz/">sprachliche Effizienz</a> bestach. Was liegt näher als sich in der weiteren Entwicklung wieder auf die eigenen Wurzeln zu besinnen? Eben. Und so schnappt sich der Sohn den <em>Bagger</em> von damals und erweitert ihn zur <em>Baggerschaufel</em> von heute. Und während es damals hauptsächlich darum ging, seinem Wunsch Nachdruck zu verleihen, alle Geräte, die sich mit <em>Bagger</em> benennen lassen, sofort seiner Obhut anzuvertrauen, so ist er heute etwas bodenständiger geworden. Das bringt das Alter wohl so mit sich. Heute sind es nicht mehr die fernen und schwer erreichbaren Dinge, auf die er sich konzentriert. Heute ist es der Esstisch vor ihm. Und die <em>Baggerschaufel</em> ist nichts anderes als seine kleine Gabel, mit der er das Essen vom eigenen Teller und denen aller anderen am Tisch in seinen Mund befördert.</p>
<p>Ganz ähnlich sieht es mit dem Getränk zum Essen aus. Milch steht hoch im Kurs. Und obwohl der Sohn gerade als Stadtkind heran wächst, ist ihm vollkommen klar, dass Milch nicht aus dem Tetra Pak kommt, sondern aus der Kuh. Dieses Verständnis für die großen Zusammenhänge des Lebens beeindruckt nicht nur uns engeren Familienkreis. Selbst in der Kita waren sie vor kurzem sprachlos, als er stolz und wortreich sein Wissen über die <em>Milchkuh</em> dargelegt hat. Ich hoffe noch immer sehr, dass er es wirklich zu einem schönen Rind im Bilderbuch und nicht etwa einer der angestellten Damen des Hauses gesagt hat. </p>
<p>Nicht, dass ihm sein nächstes zusammengesetztes Substantiv drohen müsste: <em>Hubschraubereinsatz</em>. Ja, <em>Hubschraubereinsatz</em>. Es ist schließlich von Vorteil, die wirklich wichtigen Sachen als erstes zu erlernen. Dem entsprechend arbeitet der Sohn momentan mit Hochdruck an: <em>Handtaschenräuber</em>. Wenn das klappt, schafft er es endlich, eines seiner derzeitig beliebten Gute-Nacht-Lieder lautstark selbst zu singen: den besagten <a href="http://www.youtube.com/watch?v=FPaf_SI0EGE">Hubschraubereinsatz</a> von Foyer des Arts. Ob und wie er dann allerdings in den Schlaf findet, warten wir mal ab. Aber wenn ich so darüber nachdenke, klingt <em>Tiefschlaf</em> gar nicht mal so schwer.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Auf den Punkt gebracht</title>
		<link>http://papaswort.wordpress.com/2009/10/24/auf-den-punkt-gebracht/</link>
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		<pubDate>Sat, 24 Oct 2009 07:39:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>PR - Papa R</dc:creator>
				<category><![CDATA[beobachtungsgabe]]></category>
		<category><![CDATA[handbremse]]></category>
		<category><![CDATA[schaufenster]]></category>

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		<description><![CDATA[Feierabend. Kurz vor der eigenen Haustür kracht es kurz und das Viertel versammelt sich an der Hausecke. Grund des Kieztreffens ist der Eckladen. Der steht zwar leer, hat aber jetzt &#8211; ganz neu! &#8211; ein demoliertes Schaufenster. Eine gründliche Lageanalyse des Kriminologenteams bestehend aus Kneipier, Parkhauswächter, Ladenbesitzerin von gegenüber und Anwohnern  lässt ein recht [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=papaswort.wordpress.com&blog=2251977&post=397&subd=papaswort&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Feierabend. Kurz vor der eigenen Haustür kracht es kurz und das Viertel versammelt sich an der Hausecke. Grund des Kieztreffens ist der Eckladen. Der steht zwar leer, hat aber jetzt &#8211; ganz neu! &#8211; ein demoliertes Schaufenster. Eine gründliche Lageanalyse des Kriminologenteams bestehend aus Kneipier, Parkhauswächter, Ladenbesitzerin von gegenüber und Anwohnern  lässt ein recht unelegant quer auf der Straße stehendes Malereidienstfahrzeug verdächtig aussehen. Weitere Analysen, Theorien und ausschweifenden Lästereien bringen auch einen glasklaren Tathergang zum Vorschein. Mitsamt Halteverbot, nicht eingelegtem Gang, ignorierter Handbremse, schräger Rampe, kinetischer Energie und einem Zusammentreffen von Wagenheck, Hängerkupplung und Schaufensterscheibe. Alles wortreich ausgeschmückt mit Theorien über den Verbleib des Fahrers. Panisch geflüchtet? Schläft noch im Auto zwischen den Farbeimern? Längst im Feierabend? Vielleicht auf ein Bier in der Kneipe nebenan?</p>
<p>Der Sohn guckt sich derweil das ganze Schauspiel in Ruhe an. Beobachtet alles mit entspannter Mine, überlegt kurz, ob er sich die Sonnenbrille zurecht rücken sollte, merkt, dass er gar keine Sonnenbrille dabei hat, rückt statt dessen seine Mütze zurecht und sagt nicht mehr als drei Worte: »Auto, Fenster, kaputt.«</p>
<p>So präzise haben wir es alle nicht auf den Punkt bringen können.</p>
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		<title>Aus dem Regal</title>
		<link>http://papaswort.wordpress.com/2009/10/21/aus-dem-regal-10/</link>
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		<pubDate>Wed, 21 Oct 2009 07:40:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>PR - Papa R</dc:creator>
				<category><![CDATA[aus dem regal]]></category>
		<category><![CDATA[essen]]></category>
		<category><![CDATA[herr paulsen]]></category>
		<category><![CDATA[mairisch]]></category>
		<category><![CDATA[stevan paul]]></category>
		<category><![CDATA[tubuk]]></category>

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		<description><![CDATA[Monsieur, der Hummer und ich von Stevan Paul
Eigentlich kennt man Stevan Paul gar nicht. Man kennt vielleicht Herrn Paulsen. Der hatte mal ein tolles Blog und er hatte auch mal eine tolle Lesereihe, wenn man so etwas wie eine Lesereihe denn überhaupt haben kann.
Jetzt hat Herr Paulsen ein neues Blog und mit Monsieur, der Hummer [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=papaswort.wordpress.com&blog=2251977&post=390&subd=papaswort&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><em>Monsieur, der Hummer und ich</em> von <em>Stevan Paul</em></p>
<p>Eigentlich kennt man Stevan Paul gar nicht. Man kennt vielleicht Herrn Paulsen. Der hatte mal <a href="http://antsinp.antville.org/">ein tolles Blog</a> und er hatte auch mal <a href="http://www.redereihamburg.de/">eine tolle Lesereihe</a>, wenn man so etwas wie eine Lesereihe denn überhaupt haben kann.</p>
<p>Jetzt hat Herr Paulsen <a href="http://nutriculinary.com/">ein neues Blog</a> und mit <a href="http://tubuk.com/book/monsieur-der-hummer-und-ich">Monsieur, der Hummer und ich</a> ein Buch auf dem Markt. Beides, Blog und Buch, erzählen Geschichten vom Essen, rund ums Essen, zum Kochen, vom Erleben, aus der Küche, von unterwegs. Im Buch gibt es sogar Rezepte.</p>
<p>Und im Buch gibt es Überraschungen. Wie zum Beispiel jene, dass in der Gegend, in der ich einmal viele Jahre lang aufgewachsen bin, die Bratwürste <em>Roster</em> hießen.</p>
<blockquote><p>Ich winkte ihm entschuldigend zu, und als ich an der Reihe war, murmelte ich leise und demütig: »Roster, bitte.«</p>
<p>Gerne hätte ich dem freundlichen Rostergriller präzisere Informationen gegeben, doch erst kurz vor dem Grill, ich spürte schon die Hitze der Kohle, fiel mir auf, dass ich keinen Schimmer hatte, ob es jetzt der oder die Roster heißt, einen oder eine Roster. Das Geschlecht der ostdeutschen Bratwurst, bemerkte ich beschämt, war mir gänzlich unbekannt! So murmelte ich meine Bestellung geschlechtsneutral, der freundliche Grillmeister verstand und reichte mir eine Bratwurst. Sogar mit Senf. Brot schien es auch gerade zu geben, und ich steckte nach dem Bezahlen erstaunt fast meine gesamte Reisekasse wieder ein. Günstig! Direkt am Grill biss ich in die Wurst, heißes Fett spritzte zwischen würzigen, groben Fleischstücken hervor, sogar ganze Senfkörner waren in der Wurst zu entdecken, sie schmeckte pfeffrig scharf, mit dem kräftigen Raucharoma der offenen Glut, der Senf neben der Wurst brannte bis in die Nase hinauf. Herr Kramer lehnte meinen solidarisch angebotenen Probier-Bissen ab, es gäbe doch gleich Mittagessen und außerdem heute abend Ärger für mich. War mir Wurst.</p></blockquote>
<p>Roster. Das wusste ich nicht. Das hätte ich sogar ganz sicher abgestritten. Aber Nachfragen bei anderen Flüchtlingen, die jetzt hier im tiefen Westen stecken, hat ergeben: Es stimmt wohl. Und für mich waren damals Broiler wohl die bessere Mahlzeit.</p>
<p>Heute empfehle ich den Herrn Paulsen, sehr sogar. Lecker, die Texte.</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/papaswort.wordpress.com/390/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/papaswort.wordpress.com/390/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/papaswort.wordpress.com/390/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/papaswort.wordpress.com/390/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/papaswort.wordpress.com/390/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/papaswort.wordpress.com/390/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/papaswort.wordpress.com/390/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/papaswort.wordpress.com/390/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/papaswort.wordpress.com/390/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/papaswort.wordpress.com/390/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=papaswort.wordpress.com&blog=2251977&post=390&subd=papaswort&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Häppchenweise</title>
		<link>http://papaswort.wordpress.com/2009/10/09/happchenweise/</link>
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		<pubDate>Fri, 09 Oct 2009 07:40:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>PR - Papa R</dc:creator>
				<category><![CDATA[essen]]></category>
		<category><![CDATA[happen]]></category>

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		<description><![CDATA[Sich die Erziehungssitten anderer Familien anzugucken, ist zwar interessant und unterhaltsam, hat meist aber wenig Sinn. Zu ungewöhnlich ist das, was die anderen machen. Zu schnell wirkt es vollkommen absurd und scheint jedweder auch nur halbwegs schlüssigen Logik zu entbehren. Dabei ist es recht unerheblich, worum es konkret gerade geht. Schlafen gehen und Wege zum [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=papaswort.wordpress.com&blog=2251977&post=370&subd=papaswort&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Sich die Erziehungssitten anderer Familien anzugucken, ist zwar interessant und unterhaltsam, hat meist aber wenig Sinn. Zu ungewöhnlich ist das, was die anderen machen. Zu schnell wirkt es vollkommen absurd und scheint jedweder auch nur halbwegs schlüssigen Logik zu entbehren. Dabei ist es recht unerheblich, worum es konkret gerade geht. Schlafen gehen und Wege zum Durchschlafen, Laufen lernen, Zähne bekommen, Musikinstrumente beherrschen, Reiten können, Autos fahren, am Tisch sitzend auch wirklich etwas essen: auf den ersten Blick sind es alles Banalitäten, nicht der Rede wert, ganz klar zu handhaben. Wenn nicht Die Anderen dabei trotzdem immer alles falsch machen würden. Manchmal überkommt einen das Gefühl, mit seinen Ansichten und familiären Gepflogenheiten ganz allein dazustehen. </p>
<p>Nur beim Essen, da gab es kürzlich eine Ausnahme: »Ein Happen für den Sohn« &#8211; hieß es, »ein Happen für den Papa« &#8211; folgte darauf. »Ein Happen für den Sohn, ein Happen für die Mama.« So geht es hin und her zwischen allen, die am Tisch sitzen und allem, was auf dem Tisch so vorzufinden ist: Kiwis, kleine Salamihäppchen, Stücke von belegten Broten, Oliven, Kirschtomaten. Ein Happen für den Sohn, ein Happen für die Mama, ein Happen für den Sohn, ein Happen für den Papa.</p>
<p>Alles ganz normal. Dieses Spiel gibt&#8217;s schon seit langem und dieses Spiel gibt&#8217;s auch heute noch in vielen Familien. Hier herrscht noch Einigkeit. Essen ist etwas elementares, da hört die Individualität auf. Da sind die Erziehungsmethoden alle eng beieinander. Ich finde das beruhigend.</p>
<p>Nur dass wir dieses Spiel nicht etwa spielen, um den Sohn zum Essen zu motivieren, sondern um auch selbst ein paar der aufgetischten Leckereien abzubekommen. Und nicht bei allen lediglich zuzusehen, wie sie im Sohn verschwinden.</p>
<p>Vielleicht werfe ich doch noch einmal einen Blick auf die Erziehungssitten anderer Leute. Möglicherweise springt etwas Nachtisch für mich dabei heraus.</p>
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	</item>
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		<title>Aus dem Regal</title>
		<link>http://papaswort.wordpress.com/2009/10/02/aus-dem-regal-9/</link>
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		<pubDate>Fri, 02 Oct 2009 09:45:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>PR - Papa R</dc:creator>
				<category><![CDATA[aus dem regal]]></category>
		<category><![CDATA[dan brown]]></category>
		<category><![CDATA[formattext]]></category>
		<category><![CDATA[krimi]]></category>

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		<description><![CDATA[Diabolus von Dan Brown, Deutsch von Peter A. Schmidt
Es gibt ein paar von jenen, die auf der einen Seite die sprachliche Theorie lehren und sie auf der anderen Seite beim Schreiben von Büchern anwenden, die sich nachher passabel verkaufen. Umberto Eco ist so einer. Dan Brown ein anderer. Und bei einem kürzlichen Bookcrossing-Streifzug gab&#8217;s Diabolus. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=papaswort.wordpress.com&blog=2251977&post=364&subd=papaswort&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><em>Diabolus</em> von <em>Dan Brown</em>, Deutsch von <em>Peter A. Schmidt</em></p>
<p>Es gibt ein paar von jenen, die auf der einen Seite die sprachliche Theorie lehren und sie auf der anderen Seite beim Schreiben von Büchern anwenden, die sich nachher passabel verkaufen. Umberto Eco ist so einer. Dan Brown ein anderer. Und bei einem kürzlichen <a href="http://www.bookcrossers.de/">Bookcrossing</a>-Streifzug gab&#8217;s <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3404157621?ie=UTF8&amp;tag=pw0f-21">Diabolus</a>. Ich hab&#8217;s dann auch gelesen.</p>
<p>Krimi. NSA. Jagt nach geheimem Code. Übereifer. Eifersucht. Happy End.</p>
<p>Soviel zum Inhalt.</p>
<p>Und man kann ruhig sagen: Sein Handwerk beherrscht Dan Brown. Der Text liest sich flüssig. So flüssig, dass man sich zwischendurch beim Luftholen fragt, ob es nicht ein deutsches Wort für <em>Pageturner</em> gibt. Und wie es das eigentlich mit <em>Cliffhanger</em>? Und müssen diese wirklich unbedingt an jedem Kapitel hinten dran hängen? Und muss das alles dem Leser so deutlich ins Gesicht springen? Hier, so:</p>
<blockquote><p>Als er ein paar Augenblicke später die Calle Delicias hinuntergring, folgte ihm geräuschlos eine stumme Gestalt.</p></blockquote>
<p>Ich bin sehr froh, dass ich das nicht dem Sohn vorgelesen habe. Vor lauter Aufregung wäre die nächtliche Ruhe garantiert für ein paar Wochen dahin. Aber ich frage ihn morgen mal, was er von Umberto Eco hält. Ist schließlich ein Italiener, ein temperamentvoller.</p>
<p>Man stelle sich vor, das Buch wäre spannend, überraschend und gut zu lesen gewesen. Ist es leider nicht. Und falls jemand auf der Suche nach passabler Kryptologen-Paranoia-Motivation ist, empfehle ich eher <a href="http://www.amazon.de/gp/product/344245512X?ie=UTF8&amp;tag=pw0f-21">Cryptonomicon</a> von Neal Stephenson.</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/papaswort.wordpress.com/364/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/papaswort.wordpress.com/364/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/papaswort.wordpress.com/364/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/papaswort.wordpress.com/364/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/papaswort.wordpress.com/364/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/papaswort.wordpress.com/364/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/papaswort.wordpress.com/364/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/papaswort.wordpress.com/364/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/papaswort.wordpress.com/364/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/papaswort.wordpress.com/364/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=papaswort.wordpress.com&blog=2251977&post=364&subd=papaswort&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Eindruck schinden. Oder: die neue deutsche Wirtschaftsordnung.</title>
		<link>http://papaswort.wordpress.com/2009/09/28/eindruck-schinden-oder-die-neue-deutsche-wirtschaftsordnung/</link>
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		<pubDate>Mon, 28 Sep 2009 07:40:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>PR - Papa R</dc:creator>
				<category><![CDATA[moderner mann]]></category>
		<category><![CDATA[auto]]></category>
		<category><![CDATA[käfer]]></category>
		<category><![CDATA[porsche]]></category>
		<category><![CDATA[werbung]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Sohn ist ein Mustersohn. Er macht Werbung für Söhne. Zum Beispiel wenn Besuch da ist. Das ist gerade erst wieder passiert. Zwei Herren waren zu Gast. Einer von ihnen war schwanger. Sozusagen. Kam vorbei, um mal wieder zu gucken wie das Leben mit Sohn so ist. Also hat sich der Nachwuchs kräftig ins Zeug [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=papaswort.wordpress.com&blog=2251977&post=353&subd=papaswort&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Der Sohn ist ein Mustersohn. Er macht Werbung für Söhne. Zum Beispiel wenn Besuch da ist. Das ist gerade erst wieder passiert. Zwei Herren waren zu Gast. Einer von ihnen war schwanger. Sozusagen. Kam vorbei, um mal wieder zu gucken wie das Leben mit Sohn so ist. Also hat sich der Nachwuchs kräftig ins Zeug gelegt und ein ordentliches Unterhaltungsprogramm aufgefahren. Der Besuch ist jeweils Autonarr. Da hatte der Vierradexperte des Hauses natürlich leichte Karten. Seine Autogeschichten sowie die Vorführungen von allem, was sein Spielzeugpark an Karosserien aufzubieten hat, haben schwer beeindruckt.</p>
<p>Fast noch mehr beeindruckt hat seine Fähigkeit, nach dem Abendmahl fix in das Bad zu stürmen, die Zähne zu putzen, sich eine neue Windel umzulegen, den Pyjama überzuwerfen, schnurstracks ins Bett zu rennen und nur noch einmal flüchtig dem Herrn Papa zuzuwinken, bevor er sich umdreht und tief und fest schläft.</p>
<p>»Er schläft jetzt durch?« &#8211; fragt der schwangere Besuch. Skeptisch der Blick. Faltenreich die zweifelnde Stirn. »Klar,« antworte ich, »wenn er nicht gerade Durst bekommt und kurz nach der Flasche greift.« Stolz schwingt mit. Auch der moderne Mann von heute braucht schließlich ab und an Bestätigung durch andere. »Na, das geht uns selbst ja auch nicht anders«, meint der Besuch und wir köpfen jeder noch eine Flasche Bier aus der Brauerei der nahe gelegenen Burg.</p>
<p>Irgendwann ist der Besuch weg. Werbung erfolgreich. Der Nachwuchs kann kommen. Denkt sich auch der Sohn, wird wach und meldet sich spontan zu Wort. Nein, Durst ist es nicht. Das ist ein anderes Wort, welches er da brüllt: »Auto!« Im Imperativ. »Auto?« &#8211; frage ich ihn. »Porsche!« &#8211; sagt er. Und zeigt auf das Plüschgefährt, welches ich leichtsinnigerweise in Bettnähe liegen gelassen habe.</p>
<div align="center"><a href="http://www.23hq.com/papasbild/photo/4977814"><img src="http://www.23hq.com/papasbild/photo/4977814/original" height="262" width="441" alt="Käfer Porsche" /></a></div>
<p>Ich werfe ihm den Wagen ins Bett. Der Sohn greift fest zu, murmelt noch zweimal sanft »Porsche« vor sich hin und schläft tief und fest bis zum Morgen weiter.</p>
<p>So ein Käfer ist neuerdings auch nur ein Porsche. Und so einfach sowie präzise lassen sich die aktuellen Ordnungsregeln von Teilen der deutschen Großindustrie auf den Punkt bringen. Ich werde blass vor Neid.</p>
<p>Der Sohn ist halt ein Mustersohn.</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/papaswort.wordpress.com/353/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/papaswort.wordpress.com/353/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/papaswort.wordpress.com/353/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/papaswort.wordpress.com/353/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/papaswort.wordpress.com/353/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/papaswort.wordpress.com/353/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/papaswort.wordpress.com/353/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/papaswort.wordpress.com/353/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/papaswort.wordpress.com/353/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/papaswort.wordpress.com/353/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=papaswort.wordpress.com&blog=2251977&post=353&subd=papaswort&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">PR - Papa R</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://www.23hq.com/papasbild/photo/4977814/original" medium="image">
			<media:title type="html">Käfer Porsche</media:title>
		</media:content>
	</item>
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		<title>Aus dem Regal</title>
		<link>http://papaswort.wordpress.com/2009/09/21/aus-dem-regal-8/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Sep 2009 05:07:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>PR - Papa R</dc:creator>
				<category><![CDATA[aus dem regal]]></category>
		<category><![CDATA[sasa stanisic]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie der Soldat das Grammofon repariert von Saša Stanišić
Was kann man von einem Buch erwarten, welches in den Danksagungen unter anderem hiermit aufwartet:
Dank an das Künstlerhaus Lukas in Ahrenshoop für die Ruhe, den Schutzraum und die Dünen.
 Nur das Beste, versteht sich. Denn Ahrenshoop ist wirklich recht fein, die Dünen dort gar prächtig. Und so [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=papaswort.wordpress.com&blog=2251977&post=349&subd=papaswort&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><em>Wie der Soldat das Grammofon repariert</em> von <a href="http://www.kuenstlicht.de/kuenstlicht.html">Saša Stanišić</a></p>
<p>Was kann man von einem Buch erwarten, welches in den Danksagungen unter anderem hiermit aufwartet:</p>
<blockquote><p>Dank an das Künstlerhaus Lukas in Ahrenshoop für die Ruhe, den Schutzraum und die Dünen.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3442737621?ie=UTF8&amp;tag=pw0f-21"><img src="http://papaswort.files.wordpress.com/2009/09/cover_stanisic_grammofon.png?w=181&#038;h=270" width="181" height="270" alt="Cover von 'Wie der Soldat das Grammofon repariert'" align="right" /></a> Nur das Beste, versteht sich. Denn Ahrenshoop ist wirklich recht fein, die Dünen dort gar prächtig. Und so entstand ein Roman, welcher nicht nur eine Strandszene auf dem Buchumschlag vorweisen kann, sondern auch noch so kunstvoll, elegant, kurzweilig und ansprechend geschrieben ist, dass einem fast schon die Angst kommt.</p>
<p>Erzählt wird die Geschichte von Aleksandar und seiner Heimatstadt Višegrad. Es ist eine Geschichte des Krieges, von Verlusten, eine Geschichte der Flucht nach Deutschland, Essen gar, eine Geschichte der Reise zurück, um die Vergangenheit zu suchen und ein Mädchen zu suchen. Trotz all der Dramatik, die der Geschichte inne wohnt, ist sie herrlich undramatisch erzählt. Von Aleksandar, der in die Fußstapfen seines geschichtenerzählenden Großvaters fällt. Und bei so viel Geschichten und Erzählen und Geschichtenerzählen, gibt es sogar etwas ganz Besonderes: ein Buch im Buch. Natürlich von Aleksander. Und darin heißt es zum Beispiel:</p>
<blockquote><p>Opa Slavko und ich werfen als Erstes einige schlafende Kühe um, dann spielen wir Schach auf einer umgefallenen Kuh, bis die Dame dem König eine scheuert und mit dem schwarzen Bauer auf einem weißen Springer nach Bulgarien durchbrennt, in die Heimat des schwarzen Springers an das Schwarze Meer. So viel schwarz-weiß!</p></blockquote>
<p>Aber drumherum da gibt es ganz viel Farbe. In der Geschichte und vor allem der Art, wie sie erzählt ist. Lesen!</p>
<p>Den Weg ins Haus hat das Buch übrigens über den mitlerweile geschlossenen <a href="http://antsinp.antville.org/stories/1599466/">Kiosk des Herrn Paulsen</a> gefunden. Aus dem Regal hat&#8217;s der Sohn geholt, weil auf dem Buchdeckel nicht nur Strand zu sehen ist (Wasser!), sondern auch zwei Hunde. Hunde findet der Sohn gerade ganz toll. Man stelle sich vor, das Buch hätte enttäuscht. Hat&#8217;s nicht. Nur gut.</p>
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