Berufswunsch (9)

Posted Mittwoch, 10. Februar 2010 by PR - Papa R
Categories: berufswunsch

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»Ihr Sohn ist aber sehr großzügig!« – das ist tatsächlich als Kompliment gemeint und kommt noch dazu von einer der Damen des Kita-Personals. Übersetzt heißt es, dass der Sohn den Umgang mit den zum Teil kleineren Kindern souverän beherrscht, ihnen nicht nur das Essen wegfuttert, sondern auch mal etwas abgibt; dass er den anderen das Spielzeug nicht einfach an den Kopf haut, um sie erst K.O. zu schlagen und anschließend das Werkzeug ganz allein für sich zu haben, sondern dass er mit den anderen zusammen spielt, die Autos gemeinsam im Kreis zu jagen, die Regale gemeinsam systematisch auszuräumen, die Raumgestaltung gemeinsam neu zu durchdenken und ganz generell gemeinsam dem Personal das Leben schwer zu machen. Es sind wahre Teamplayer und der Sohn ist mittendrin.

Wenn er dann am Wochenende seinen Kumpel zu Besuch hat, kann es im Eifer des Gefechts doch vorkommen, dass der große und schwere Bagger nicht nur elegant seine Runden durch die Baustelle dreht, sondern dass er mit etwas Beschleunigungshilfe durch den Sohn zielgerichtet auf den Kumpel losrast, diesen auch trifft und umwirft. Statt im Taumel des Erfolgs jetzt allerdings laut Lieder zu singen und die Niederlage des anderen zu feiern, geht der Sohn hin, entschuldigt sich, pustet die Wunden hinweg, hilft dem Kumpel wieder auf die Beine und bietet eine Rundfahrt bei freier Wahl des Gefährts aus seinem Fuhrpark an. Das grenzt fast schon an Altruismus in Reinform. Wir Erwachsenen stehen jedenfalls sprachlos daneben.

Brechen dieselben Erwachsenen aus ihrem zugewiesenen Rollenbild aus und greifen in das Spielgeschehen ein, so passt der Sohn genau auf, dass sie ihre Kompetenzen nicht überschreiten. Wer seinem Kumpel zum Beispiel ein Auto entführt, und sei es in den besten Absichten, der wird vom Sohn in seine Schranken verwiesen und bekommt eine Standpauke darüber, was sich alles gehört und was ganz sicher gar nicht. Die Reviere der Generationen sind klar abgesteckt. In dem der Kleinen regiert der Sohn und er passt auf, dass niemandem von den seinen auch nur das kleinste Haar gekrümmt wird.

Es ist ganz klar: So gern, wie er teilt, so rührend, wie er sich um andere sorgt und so tapfer, wie er beschützen kann, wird der Sohn einmal großer Bruder.

So ab Sommer.

Maßarbeit

Posted Dienstag, 2. Februar 2010 by PR - Papa R
Categories: wachstum

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Manchmal ist es doch sehr beruhigend, dass die Machtverhältnisse in der Familie zweifelsfrei geklärt sind. Der Sohn kann Wünsche äußern. So ist’s ja nicht. Als moderner Mann von heute nehme ich die gern zur Kenntnis. Aber die Entscheidungen liegen immer noch im Familienvorstand. Und das ist ganz klar der körperlich größte. Innere Werte? Schön und gut. Letztlich zählt, wer auf dem größten Fuß lebt und von oben herab allen anderen auf den Kopf gucken kann. Das Leben ist schließlich komplex und gefährlich. Da ist ein ruhender Pol der Entscheidung Gold wert.

Wichtig ist es dabei, dass dieser Familienvorstand einfach zu erkennen ist. Körperliche Größe und so. Nicht, dass im entscheidenden Moment Zweifel aufkommen und erst lange diskutiert werden muss, um zu klären, wer eigentlich das Sagen hat. Es ist der Größte. Und gut ist. Klar. Einfach. Eindeutig. Frei von Zweifeln.

Gerade habe ich im Kleiderschrank übrigens gesehen: Die Anzüge vom Sohn haben Größe 98. Meine Anzüge 94.

Besser, wir konzentrieren uns vorerst auf die Schuhe. Da stimmen die Relationen. Noch.

Aus dem Regal

Posted Sonntag, 24. Januar 2010 by PR - Papa R
Categories: aus dem regal

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Zwei, drei, vier: Wie ich eine Familie wurde von Maximilian Buddenbohm

Zwei, drei, vier - wie ich eine Familie wurde Es soll ja Leute geben, die schreiben nicht nur in das Internet, sondern auch zwischen zwei Buchdeckel. Erst kürzlich hatten wir so ein Exemplar. Jetzt ist sein Nachbar dran: der Herr hinter den Herzdamengeschichten. Welcher übrigens nicht im mairisch verlag veröffentlicht, wie man naiv annehmen könnte, sondern in dem Haus, dem auch der Papst seine Texte anvertraut. Was soll da also schief gehen?

Nichts natürlich. Denn Herr Buddenbohm hat getan, was ein Herr Buddenbohm tun muss: Er hat ganz wunderbare Texte aus seinem Blog genommen und aus ihnen einen Remix erstellt, der druckbar und furchtbar unterhaltsam ist. Wie zum Beispiel dieser krönende Abschluss eines intensiven Hochzeitsvorbereitungstrainings:

Tatsächlich habe ich es dann nach der Hochzeitszeremonie wirklich geschafft, die Braut über die Schwelle zu tragen und in dieser romantischen Pose ein klein wenig zu verharren, damit die Fotografen ordentlich draufhalten konnten.

Und hätte ich rechtzeitig gemerkt, daß auch gefilmt wurde, mit Tonaufnahmen sogar, dann hätte ich gewiß darauf verzichtet, den Fotografen jenen humorigen Satz zuzuzischen, den mir die Familie der Braut mit einem gewissen Recht heute noch übel nimmt: “Macht schnell, das Biest ist schwer.”

Wie man leicht sieht, macht dieser Schinken Lust auf Familie. Und für alle, die noch keine haben, empfehle ich: Nehmen Sie das Buch. Und ihre Partnerin. Und dann ab ins Bett.

Zum Vorlesen, versteht sich.

Berufswunsch (8)

Posted Donnerstag, 7. Januar 2010 by PR - Papa R
Categories: berufswunsch

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Man kann es gar nicht oft genug sagen: Die Berufswahl geht durch den Magen. Das ist auch vollkommen in Ordnung so. Denn bei Tisch, da setzt sich die Familie zusammen, nimmt sich Zeit und erlaubt großartige Gespräche über die weitere Zukunftsplanung.

Fast wortlos, manchmal.

Zum Beispiel, wenn der Sohn gedankenverloren vor seinem Käsebrot sitzt. Es greift und wendet. Von allen Seiten sorgfältig begutachtet. Schließlich herzhaft hereinbeißt und zufrieden guckt. Fragende Blicke beantwortet er mit einem schlichten: Loch! Nur durch weitere, hartnäckig unverändert fragende Blicke lässt er sich zu ganzen Sätzen motivieren: Das Loch schmeckt am besten. Mehr Löcher bitte!

Loch für Loch: So verbringt er ganze Mahlzeiten. Und wehe, die Eltern schneiden mal versehentlich das Stück eines Loches weg. Dann ist es auf einmal der Sohn, der sehr fragend guckt. Und mit Nachdruck um Korrektur, also ein neues Käsebrot, bittet. Mit vollständigem Loch, versteht sich.

Und wenn es das einmal nicht geben sollte oder der Käse nicht von Natur aus hinreichend mit Löchern ausgestattet ist, legt der Nachwuchs eben selbst Hand an. Dann bohrt er lange und gründlich Löcher von großer Gleichmäßigkeit in den Käse. Das Loch schmeckt am besten! – sagt er und guckt zufrieden.

Die Zukunftsplanung ist geklärt: Der Sohn wird mal Schweizer.

Aus dem Regal

Posted Montag, 4. Januar 2010 by PR - Papa R
Categories: aus dem regal

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Schrecklich amüsant – aber in Zukunft ohne mich von David Foster Wallace, aus dem Amerikanischen von Marcus Ingendaay

Was macht man eigentlich im Urlaub? Verreisen? Ein Buch lesen? Warum nicht mal ein Buch über das Verreisen lesen? Dieses hier von David Foster Wallace zum Beispiel.

Darin geht’s um eine Kreuzfahrt. Und ihre Reize. Und Überreize. Und Feinheiten. Und Details. Wie diese hier bei der Beschreibung des stillen Örtchens der Kajüte an Bord:

Sie haben übrigens richtig gehört: ein Unterdruck-Lokus. Aber wie schon bei der Lüftungsanlage in der Decke handelt es sich nicht um irgendwelchen Kinderkram, sondern sozusagen um die Vollversion, die große Lösung. Schon die Spülung verursacht ein kurzes, aber traumatisierendes Geräusch, ein Gurgeln in Höhe des dreigestrichenen C, wie ein gastrischer Tumult in kosmischem Maßstab, begleitet von knatternden Sauglauten, die Angst einflößend und tröstlich zugleich sind. Die eigenen Rückstände werden, so wird einem vermittelt, nicht einfach nur entfernt, sondern geadezu hinwegkatapultiert, und das so vehement, dass sie buchstäblich wesenlos werden … Schon beinahe eine existenzielle Entsorgungsmethode.

Am Absatz hängt abschließend noch ein Paar von gleich zwei Fußnoten, eine davon umfasst auch mehr als eine Seite. Sie weist auch eine weitere Spezialität des Romans auf: die Fußnote in der Fußnote. Sieht man ja auch nicht jeden Tag. Das ist aber noch nicht alles an Fußnotenbesonderheiten. Zwei weitere gibt es: die in Klammern eingeschlossene Anmerkung im Fließtext, ganz ohne Fußnote, und die Fußnote, welche komplett nur aus einer in Klammern eingeschlossenen Anmerkung besteht.

Das kann doch kein Mensch lesen? Könnte man meinen, vor allem nach all dem unendlichen Spaß, der im letzten Jahr um die Jahrhundertübersetzung von Wallace’ Hauptwerk gemacht wurde. Es stimmt aber gar nicht. Es geht. Dieses Buch hier ist lesbar. Sehr gut sogar. Und sehr unterhaltsam. Und so anschaulich, dass man sich den Unterhaltungswert einer Kreuzfahrt zwar gut vorstellen kann, ihn aber schon in der Gegenwart problemlos den anderen überlassen kann. Urlaub hin oder her.

Retrospektive. Oder: Mama und Papa sind wie Ying und Yang

Posted Donnerstag, 31. Dezember 2009 by PR - Papa R
Categories: dame des hauses, sprachentwicklung

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Zum Jahresausklang heißt es: Revue passieren lassen. Was hat das letzte Jahr gebracht? Was gab es neues? Was könnte es für die Zukunft bedeuten?

Schauen wir uns zum Beispiel die sprachliche Entwicklung des Sohnes an. Damit ging’s erheblich voran im gerade vergehenden Jahr. Von onomatopoetischen Grundlagen ging es hin zu ausführlichen Erörterungen sinntragender Lebensphilosophien. Manchmal zumindest.

Zwischendurch schien es dabei, als ob der Sohn bei seinem Lerneifer recht eigensinnige Prioritäten setzt. Vieles schien beispielsweise wichtiger als »Papa« zu sein. Letztendlich war das natürlich nichts anderes als sprachliche Effizienz, ganz klar. Natürlich kennt er nicht nur die Dame des Hauses beim Namen sondern auch den großen Mann in der Familie. Dass es ihm dabei nicht nur um das Nachplappern irgendwelcher vorgegebenen Wörter geht, sondern darum, deren Sinn wirklich zu verstehen, merkt man leicht bei genauerem Zuhören.

Zum Beispiel, wenn der Sohn fragt, warum es in seinem Piratenbuch nur einen Papagei, aber keinen Mamagei gibt. Zum Papa gehört die Mama, da kommt der Gei nicht drum herum.

Aber gilt das auch umgekehrt, Herr Sohn?

Na klar: schon beim Frühstück fragt er zusätzlich zur Mamalade nach der Papalade. Eine ausgewogene Ernährung ist wichtig. Da kann nicht nur ein Elternteil im Glas sitzen.

Und passend zum Sitzen fällt dem Sohn gleich wieder etwas auf und ein neues Wort ein. Das Stück Keramik an der Wand im Bad heißt: Papalette. Ich frage besser nicht, wie er darauf kommt, räume aber erst einmal meine Zeitungen an einen anderen Ort der Wohnung.

Und ich stelle fest: Ein Wort fehlt hier. Immerhin steht jetzt erst einmal ein ganz frisches Jahr vor der Tür. Ich bin mir sicher, der Sohn wird es nutzen und sich etwas passendes einfallen lassen.

Aus dem Regal

Posted Mittwoch, 30. Dezember 2009 by PR - Papa R
Categories: aus dem regal

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Delfinarium von Michael Weins

Cover Delfinarium von Michael Weins Es ist mal wieder ein Buch aus dem mairisch-Verlag. Das ist ja fast schon ein Qualitätsmerkmal per se. Selbst wenn es diesmal nur um einen spätpubertierenden Jüngling geht, der auf der Suche nach sich selbst fast seine Freundin verschleißt und nonchalant die verheiratete Frau eines anderen, nein: zweier anderen, entführt.

Das reicht auch schon so grob zum Inhalt. In dessen Verlauf sich schleichend ein Verdacht bezüglich des Zusammenspiels der diversen Charaktere einschleicht. Denn so recht geht’s offenbar nicht auf, das Verhältnis. Vor allem jenes zwischen der entführten Frau und ihren Männern. Aber der Verdacht verliert sich im Verlauf der Seiten wieder. Alle Personen scheint es wirklich zu geben. Personen, wohlgemerkt.

Und für alle, die etwas Spielverderberei vorab tolerieren können, hier ein Auszug aus dem eher hinteren Teil des Buches:

Und ich bin sicher, dass es sich um die Stimme von Susann und Marie handelt, die identische Stimme. Und Susann schaut mir geradewegs in die Augen, sie sagt: »Danke, Martin.«

Und ich flüstere: »Daniel.«

Sie lächelt und wiederholt: »Martin.«

Und ich lächle ebenfalls und sage: »Meinetwegen.«

Und sie sagt: »Danke.«

Und dann lächeln wir beide.

Heiligabend

Posted Donnerstag, 24. Dezember 2009 by PR - Papa R
Categories: feiertage

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Kleiner Tipp für alle, die während eines großartigen Tages vielleicht nicht ganz mitbekommen haben, was die ganze Zeit so passiert ist: abends einfach den Sohn ins Bett bringen. Kurz vor dem Einschlafen ist schließlich die beste Zeit, um das Erlebte des Tages noch einmal Revue passieren zu lassen. Das klingt beim Sohn dann so: Eiertauschen gehen! Schlitten fahren! Katze gucken! Kirche gehen, Zug fahren! Mann kommt! Essen! Bauch dick! Keller gehen!

In der Langfassung für alle Nichteingeweihten bedeutet das dann, der Reihe nach:

Eiertauschen gehen: Dies ist eine Variante des Klingelns beim Nachbarn, um die nicht mehr vorhandenen Vorräte der beim Einkaufen vergessenen Lebensmittel wieder aufzufüllen. Anstatt einfach mit leeren Händen loszuziehen, geht es hier darum, z.B. ein paar Eier mitzunehmen, um sie beim freundlichen Nachbarn gegen andere einzutauschen. Warum? Nicht fragen. Ich sage nur: Tiramisu, Zutaten, wichtig und: lecker.

Schlitten fahren: Das bedarf keiner großen Erklärung, oder? Weihnachten, Schnee, Schlitten fahren: alles eins. Funktioniert übrigens am besten, wenn es sich die gesamte Familie auf dem Schlitten bequem macht und der Herr Papa das Gefährt vorne zieht. Als moderner Mann von heute macht er das natürlich am liebsten den Rodelberg hinauf. Runter geht’s auch ohne ihn.

Katze gucken: Lohnt sich nur als abendliche Erklärung, wenn man selbst gar keine Katze hat, sondern im Laufe des Tages das Getier des Nachbarn vor dem Fenster vorbeiziehen sieht. Es ist aber unerheblich, ob’s der Nachbar mit den getauschten Eiern oder ein anderer ist.

Kirche gehen, Zug fahren: Funktioniert beides nur in direkter Kombination. Warum? Nicht fragen. Oder anders gesagt: einfach mal selbst in die Kirche gehen. Dabei spät dran sein, möglichst in der letzten Reihe sitzen und schlicht die Augen aufsperren. Dann erschließt sich die Parallele zum Zugfahren ganz schnell. Inklusive Schaffner, der durch den Mittelgang nach vorn läuft und viele Geschichten erzählt, denen niemand außer dem Sohn einen Szenenapplaus spendet.

Mann kommt: Heiligabend. Mehr muss ich dazu nicht sagen, oder?

Essen: Genau: Weihnachten. Dabei auf gar keinen Fall das Tiramisu vergessen!

Bauch dick: Wer hier gleich an eine Verbindung zum Essen denkt, projiziert natürlich unzulässig seine eigenen Weihnachtserfahrungen auf die Erlebnisse eines gerade mal Zweijährigen. Für diesen wurden nur spontan ein paar Aspekte des Mannes von vorher klar, die nichts mit dem Sack voller Geschenke zu tun haben.

Keller gehen: Das hat wiederum viel mit dem Mann und seinen Geschenken zu tun. Zumindest, wenn diverses Werkzeug und eine Bohrmaschine mit dabei waren. Dann macht man als Enkel das, was Männer halt so machen: Opa schnappen, in den Keller gehen und Löcher bohren.

Fehlt nur noch ins Bett gehen und Schlafen. Aber keine Angst: einfach den Sohn ins Bett bringen und ihn seine Gutenachtgeschichten selbst erzählen lassen. Irgendwann fällt er einfach um und man kann sich ganz in Ruhe seinen eigenen Geschenken widmen.

Sohn 2.0

Posted Dienstag, 8. Dezember 2009 by PR - Papa R
Categories: beobachtungsgabe

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Geburtstagstorte

Wenn der Sohn morgens wach wird, die Eltern nicht lange herum grummeln sondern gleich freudig mit aufstehen, wenn der Frühstückstisch schon vor dem Eindecken voll mit bunt verpackten Sachen ist, wenn man trotzdem erst Zähne putzen soll, bevor man diese aufreißen darf, wenn es offenbar den Kuchen schon zum Frühstück gibt, wenn der Familienrat spontan beschließt, dass man heute gar nicht auf Arbeit, also in die Kita, geht, dann regt sich ein Verdacht.

Wenn wenig später noch jemand einen neuen Staubsauger vorbei bringt, nachdem zufällig der alte am Wochenende schlapp gemacht hat, wenn also der kleine Mann mit lautem Getöse durch die Wohnung fegen kann, dann steht es fest: Das Paradies ist da und der Sohn hat Geburtstag.

Gerne wieder. Hauptsache, es muss beim nächsten Mal kein Kärcher sein.

Tortenheber

Posted Montag, 23. November 2009 by PR - Papa R
Categories: dame des hauses, sprachentwicklung

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Ein kleiner Dialog zwischen der Dame des Hauses und dem kleinen Mann am Kaffeetisch:

Er: Messer!
Sie: Nein, mein Sohn, das ist ein Tortenheber.
Er: Messer?
Sie: Tortenheber.
Er: Tortenheber?
Sie: Tortenheber. Das ist so etwas wie ein Ponton für den Tisch, mit dem man Kuchen transportieren kann.
Er: Ah. Tortenheber.

So ein Urlaub am Wasser ist nicht nur erholsam, sondern auch in Bildungsfragen sehr zu empfehlen.